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Sonntag, 07. Dezember 2025

 

«Fünf Gesänge» für gemischten Chor, Op. 104

Johannes Brahms (1833-1897)

A Ceremony of Corals, Op. 28

Benjamin Britten (1913-1976)


 

Johannes Brahms wurde am 7. Mai 1833 in Hamburg geboren. Von großer Bedeutung für seine Entwicklung war die Begegnung mit dem Ehepaar Robert und Clara Schumann im Herbst 1853. In dem berühmten Essay Neue Bahnen feierte Schumann den gerade 20-Jährigen enthusiastisch, noch ehe der eine einzige Note veröffentlicht hatte. Ein deutsches Requiem (UA 1868) markierte für Brahms den Durchbruch zum anerkannten Komponisten. 1869 übersiedelte Brahms nach Wien. In den letzten beiden Jahrzehnten seines Lebens war er eine führende Persönlichkeit der internationalen Musikszene, als Pianist, Dirigent und Komponist vielfach bewundert und verehrt. Sieht man von der Oper ab, hat er in allen musikalischen Gattungen exemplarische Werke geschaffen. Brahms starb am 3. April 1897 in Wien.

(Quelle: Brahms-Institut, Prof. Dr. Wolfgang Sandberger)

Brahms' «Fünf Gesänge» entführen in eine herbstliche, introspektive Atmosphäre. Komponiert im Jahr 1888, zählt dieser Zyklus zu den bedeutendsten a cappella-Chorwerken des Komponisten und demonstriert die Reife seines späten Stils. Sanfte, nachdenkliche Melodien rufen das Rascheln bunter Blätter und die flüchtige Schönheit eines goldenen Abends hervor, in dem Vergänglichkeit und Wärme in einem zarten Dialog zusammentreffen. Die fünf Sätze unterscheiden sich deutlich: Während einzelne Passagen den feurigen, rebellischen Geist des jungen Brahms widerspiegeln, öffnen andere Räume der stillen Sehnsucht und Melancholie, die an das Streben nach etwas ewig Verlorenem erinnern.

(Text: Francisco Santos)

 


 

Benjamin Britten, geboren am 22. November 1913 in Lowestoft, Suffolk in England, war ein bedeutender englischer Komponist des 20. Jahrhunderts, Dirigent und Pianist.

Bach, Beethoven, Brahms – Britten? Zumindest seine Mutter träumte von dieser Karriere ihres jüngsten Kindes. Sie unterrichtete den fünfjährigen Benjamin Britten im Klavierspiel. Während der Schulzeit lernte Britten dann Klavier und Bratsche bei Frank Bridge, dem er später auch seine Komposition «Variationen zu einem Thema von Frank Bridge» widmete. Von 1930 bis 1933 studierte er Klavier und Komposition am Royal College of Music in London.

Viele der Tenorpartien seiner Opern und etliche Lieder waren für seinen Lebensgefährten Peter Pears gedacht, den Britten 1937 kennenlernte. 1939 verließ der Pazifist Britten Europa und ging in die USA, um 1942 nach Großbritannien zurückzukehren. 1948 gründete Britten zusammen mit Peter Pears und Eric Crozier das bis heute jährlich stattfindende Aldeburgh Festival. Zu seinen bekanntesten Werken zählen unter anderem seine Oper «Peter Grimes», das «War Requiem» und das Werk «The Young Person’s Guide to the Orchestra», für das er auf ein Thema von Henry Purcell zurückgriff, den er verehrte.

Neben etlichen Auszeichnungen erhielt Britten auch den Order of Merit (als dritter englischer Komponist nach Edward Elgar und Ralph Vaughan Williams). 1960 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. 1965 wurde er mit dem finnischen Wihuri-Sibelius-Preis und 1968 mit dem Léonie-Sonning-Musikpreis ausgezeichnet. 1958 bzw. 1970 wurde er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und 1976 wurde er als auswärtiges Mitglied in die Académie des Beaux-Arts aufgenommen. Am 2. Juli 1976 wurde Britten als Baron Britten of Aldeburgh in The County of Suffolk zu einem Life Peer erhoben. Benjamin Britten starb am 4. Dezember 1976 in Aldeburgh, Suffolk

(Quelle: klassikakzente.de)

 

«The Ceremony of Carols»
Brittens Werk entfaltet einen zauberhaften Winter mit all seiner Fröhlichkeit, festlicher Energie und rhythmischer Lebendigkeit. Ursprünglich 1942 für Kinderchor geschrieben und später für gemischten Chor gearbeitet, wird dieses Werk von der Harfe begleitet – einem Instrument, das für seinen zarten und beruhigenden Klang bekannt ist. Britten nutzt die Harfe jedoch häufig als treibendes, rhythmisches Element, das der Musik Schwung verleiht. Das Werk umfasst zehn Sätze, basierend auf den Texten traditioneller englischer Weihnachtslieder, mit optionalen Einzug am Anfang und Auszug am Schluss. Brittens musikalische Sprache bleibt modern und zugänglich, wirkt feierlich und ernst, ohne dabei überschwänglich zu werden.

(Text: Francisco Santos)

 


 

Die Verbindung von introspektiver Tiefe und festlicher Lebendigkeit lädt dazu ein, in zwei völlig unterschiedliche Klangwelten einzutauchen – ein Konzert, der die Vielfalt der Musik in all ihren emotionalen Facetten zum Leben erweckt.